Arbeitssieg in der Raiffeisen Arena: LASK zittert sich zum 1:0 gegen die WSG Tirol
Inhaltsverzeichnis
- Blitzstart und VAR-Drama in Linz
- LASK kontrolliert, Tirol drängt auf den Ausgleich
- Nervenkrimi in der Schlussphase
Arbeitssieg in der Raiffeisen Arena: LASK zittert sich zum 1:0 gegen die WSG Tirol
Der Linzer ASK hat am Mittwochnachmittag einen knappen, aber immens wichtigen Heimerfolg eingefahren. Gegen eine aufopferungsvoll kämpfende WSG Tirol reichte den Oberösterreichern ein früher Treffer von Oumar Adeniran, um die drei Punkte in der heimischen Raiffeisen Arena zu behalten. Die Gäste aus Wattens hatten indes Pech mit dem Video Assistant Referee (VAR).
Die Vorzeichen vor der Partie unter der Leitung von Schiedsrichter Sebastian Gishamer waren klar: Der LASK wollte vor heimischer Kulisse dominieren, während die Tiroler aus einer kompakten Defensive Nadelstiche setzen wollten. Verzögert wurde das Vorhaben beider Teams zunächst durch technische Probleme mit der VAR-Verbindung nach Wien-Meidling, doch als der Ball endlich rollte, zeigte sich die WSG keineswegs versteckt.
Blitzstart und VAR-Drama in Linz
Die Gäste aus Tirol traten in den Anfangsminuten extrem beherzt auf und verbuchten durch einen brandgefährlichen Freistoß von Nikolai Baden Frederiksen (6.) die erste dicke Möglichkeit. Doch die Kaltschnäuzigkeit bewiesen die Hausherren: In der 18. Minute bediente Sascha Kalajdzic – der über weite Strecken der Partie durch enormen Spielwitz auffiel – seinen Sturmkollegen Oumar Adeniran. Dieser ließ WSG-Schlussmann Adam Stejskal keine Chance und besorgte das 1:0 für die Athletiker.
Die Antwort der Wattener ließ scheinbar nur 60 Sekunden auf sich warten. Nach einer Hereingabe von Ola-Adebomi netzte Moritz Wels zum vermeintlichen 1:1 ein. Doch der Jubel der Gäste verstummte schnell: Schiedsrichter Gishamer nahm den Treffer nach VAR-Intervention zurück, da dem Tor ein Handspiel von Johannes Naschberger vorausgegangen war. Eine bittere, aber korrekte Entscheidung, die den Spielverlauf maßgeblich prägte.
Die emotionalsten Momente dieses intensiven Duells, inklusive der strittigen VAR-Szene und dem Linzer Torjubel, haben wir für Sie in unserer untenstehenden Bildergalerie festgehalten.
LASK kontrolliert, Tirol drängt auf den Ausgleich
Nach der turbulenten Anfangsphase stabilisierte sich die Defensive der Linzer merklich. Kapitän Sascha Horvath zog im Mittelfeld die Fäden, während die WSG vor der Pause nur noch selten gefährlich in das letzte Drittel vordringen konnte. Mit 58 Prozent gewonnenen Zweikämpfen auf Seiten des LASK ging es mit einer verdienten Führung in die Kabinen.
Im zweiten Durchgang verflachte die Partie zunächst. Der LASK verlagerte das Spielgeschehen zunehmend in die gegnerische Hälfte, ohne dabei jedoch zwingende Torchancen zu kreieren. Kalajdzic versuchte immer wieder, LASK-Flügelspieler Florian Danek in Szene zu setzen, doch die Tiroler Abwehr rund um David Jaun Boras hielt stand.
Nervenkrimi in der Schlussphase
Je näher der Schlusspfiff rückte, desto mehr warf die Mannschaft aus Wattens alles nach vorne. LASK-Keeper Lukas Jungwirth, der bereits in der 53. Minute stark gegen Wels parierte, rückte zunehmend in den Mittelpunkt. Die beste Möglichkeit auf den späten Ausgleich verzeichnete die WSG in der 79. Minute: Nach einem wilden Gestocher im Fünfmeterraum der Linzer wurden gleich zwei Schussversuche der Tiroler in sprichwörtlich letzter Sekunde von der aufopferungsvoll verteidigenden LASK-Hintermannschaft geblockt.
Trotz einer hektischen Schlussphase mit zahlreichen Wechseln und Gelben Karten für die Tiroler Lukas Hinterseer und Yannick Huetz, brachte der LASK das knappe 1:0 über die Zeit. Ein später Abschluss von LASK-Joker Moses Usor (83.) sowie eine unübersichtliche Szene im WSG-Strafraum (89.) änderten nichts mehr am Endresultat.
Fazit: Ein hart erarbeiteter Sieg für den LASK, der defensiv größtenteils souverän stand, offensiv aber nach dem Führungstreffer den ultimativen Zug zum Tor vermissen ließ. Die WSG Tirol belohnt sich trotz einer taktisch disziplinierten und kämpferisch starken Leistung nicht und tritt die Heimreise nach Tirol ohne Punkte an.






